Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin

Leistungsspektrum

Die Klinik Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin verfügt im stationären Bereich über insgesamt 48 Betten, verteilt auf die Fachbereiche Onkologie / Hämatologie (40 Betten) und Palliativmedizin (6 Betten), dazu steht für Patienten mit isolierpflichtigen Infektionskrankheiten ein eigener Stationsbereich mit 2 Betten zur Verfügung. Die ambulante Patientenversorgung erfolgt in der Onkologischen / Hämatologischen Ambulanz mit u.a. acht Therapieplätzen. Für die Ambulanz besteht eine Ermächtigung zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung. 

Die medizinisch-onkologische Betreuung der Tumorpatienten umfasst sowohl die hämato- / onkologische Systemtherapie einschließlich der begleitenden und supportiven Behandlungsmaßnahmen als auch die psychosoziale und ggf. palliativmedizinische Betreuung. Die Leistungen können stationär oder bei entsprechenden Voraussetzungen bzw. Indikationen ambulant erbracht werden. Für jeden Patienten wird ein Konzept erarbeitet und dokumentiert, welches neben den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen auch ggf. Rehabilitation und Nachsorge einschließt (Gesamttherapieplan). Grundlagen des Gesamttherapieplans sind die Ergebnisse der Interdisziplinären Tumorkonferenz und die Leitlinien der evidenzbasierten Diagnostik und Therapie. Die medikamentösen Systemtherapien mit Zytostatika, monoklonalen Antikörpern, Hormonen und antihormonellen Substanzen sowie „Biologika“ mit den entsprechenden Begleitmaßnahmen werden nach standardisierten Therapieplänen erstellt.

Schwerpunkte der Medikamentösen Tumortherapie und der allgemeinen Tumorbehandlung sind akute Leukämien, chronische Leukämien und Lymphdrüsenkrebs sowie „solide Tumoren“ wie Lungentumoren, Tumoren der Speiseröhre, Magen- und Darmkrebs sowie Tumoren der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeichedrüse, Brustkrebs und Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane sowie Kopf-Hals-Tumoren. Aber auch seltenere Tumorarten wie z.B. Sarkome oder Melanome werden behandelt. Bei speziellen Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen werden in der Klinik Hochdosistherapien mit autologer Blutstammzelltransplantation vorgenommen. Für die allogene Blutstammzelltransplantation besteht ein Kooperationsprogramm mit dem Universitätsklinikum Essen.

Die Palliativstation versorgt Patienten mit fortgeschrittenen Tumor- und anderen chronischen Erkrankungen mit begrenzter Lebenserwartung zur Schmerz- und Symptombehandlung. Das Therapieziel ist auf die Verbesserung bzw. den Erhalt der Lebensqualität ausgerichtet, wobei sowohl physische als auch psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse der Patienten Berücksichtigung finden. Auch die Angehörigen werden in die Behandlung durch ein speziell qualifiziertes, interdisziplinäres und multiprofessionelles Team einbezogen. 

Die Klinik hat ein Einsendelabor für morphologische und immunologische Blut- und Knochenmarkdiagnostik. 

Die Klinik nimmt an zahlreichen multizentrischen klinischen Studien teil. Die Koordination erfolgt über ein eigenes Studiensekretariat. Die Tumordokumentation erfolgt über das hauseigene Klinische Krebsregister.