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Wissen kann schützen

Viele interessierte Besucher informierten sich beim Screening-Tag des Bauchaortenaneurysmas in der Klinik für Gefäßchirurgie am MHB

Es verursacht keine Schmerzen und auch sonst keine Probleme, aber es kann gefährlich werden: das Bauchaortenaneurysma (BAA). Deshalb ist es so wichtig, sich darüber zu informieren. Anlässlich des nationalen Bauchaortenaneurysma-Screening-Tages, den die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG jedes Jahr initiiert, hatten Chefarzt Dr. med. Wilfried Heinen und das Team der Klinik für Gefäßchirurgie am Sankt Marien-Hospital Buer zu einem Informationstag eingeladen. Dass dieses Thema viele Menschen interessiert, zeigte die sehr gute Resonanz.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Vortragsraum erläuterten die Mediziner, wie ein Bauchaortenaneurysma entstehen kann und was die Risiken sind, wenn es nicht erkannt und behandelt wird.  Sie stellten Therapiemöglichkeiten – offene Operation oder minimal-invasiv – vor und erklärten Vor- und Nachteile der verschiedenen Operationsmethoden. Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge beantworteten die Referenten zahlreiche Fragen, zum Beispiel nach der Haltbarkeit der Prothesen (ca. 15 Jahre), allergischen Reaktionen (bisher nicht bekannt) oder dem Risiko einer erneuten Bildung eines BAA nach einer Operation, das unter vier Prozent liegt. Wobei sich auch an anderen Stellen - beispielweise in der Leiste – ein Aneurysma bilden kann. Nicht nur deshalb sind regelmäßige gefäßchirurgische Kontrolluntersuchungen wichtig.

Viele Besucher waren in das MHB gekommen, um bei einem Imbiss mit den Experten ins Gespräch zu kommen und ihre Bauchschlagader mittels Ultraschall untersuchen zu lassen. In drei Räumen hatten die Gefäßchirurgen alle Hände voll zu tun. Dabei wiesen sie darauf hin, dass das Screening einen Besuch beim Hausarzt nicht ersetzt. Glücklicherweise stellten sie keine gravierenden Auffälligkeiten fest. „Wir sind froh, dass wir uns auf den Weg gemacht haben“, sagte eine Teilnehmerin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann zum Screening-Tag gekommen war: „Mein Mann ist betroffen. Alle unsere Fragen wurden beantwortet“, zog sie ein positives Fazit.