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Psychosen im nahen sozialen Umfeld – was ist das und was bedeutet es für die Familie?

Ein Kurs im St. Antonius-Krankenhaus

Zur Unterstützung pflegender Angehöriger  bietet das St. Antonius-Krankenhaus einen Pflege- und Sozialberatungskurs  zum Thema  „Psychisch krank – anders als erhofft“ an. Der Kurs findet an drei aufeinanderfolgenden Nachmittagen jeweils dienstags am 12.11.19; 19.11.19 und 26.11.19  von 14 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten des St. Antonius Krankenhauses in Kirchhellen statt. Die Termine können auch unabhängig voneinander wahrgenommen werden. Das Angebot richtet sich an Angehörige und Bezugspersonen von Menschen, die an einer Psychose erkrankt sind. Es werden Kenntnisse zu den verschiedenen Symptomen vermittelt und gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet, wie der individuelle Umgang mit dem erkrankten Familienmitglied über den stationären Aufenthalt hinaus erfolgen kann. Darüber hinaus geht es um die Auseinandersetzung mit der eigenen, oft hohen Belastung als pflegender Angehöriger und wie die eigene Achtsamkeit und Fürsorge berücksichtigt werden kann. Fragen zu sozialrechtlichem Hintergrund werden ebenfalls beantwortet.                                                                

Nähere Informationen und Anmeldung zu den Kursen bei Monika Limberg (Bereichsleitung) unter 02045/89162017 oder Jutta Delfs (Sozialer Dienst) unter 02045/89155952.

An einer Psychose kann jeder Mensch erkranken. Es können sowohl junge, wie auch ältere betroffen sein.  Eine Psychose ist eine schwere psychische Erkrankung, die nicht nur den Erkrankten allein, sondern die ganze Familie betrifft. Typische Anzeichen in der akuten Phase einer Psychose sind zum Beispiel das Hören von Stimmen, die gar nicht da sind, Verfolgungs- und Beeinträchtigungsideen, Angstzustände, Gedankenbeeinflussungen und anderes mehr. Nach der akuten Phase kommt es häufig zu  Antriebsmangel, Interessenverlust, sozialem Rückzug, Vernachlässigung der Körperpflege. Dieses Verhalten ist für die Angehörigen oft schwer nachvollziehbar. Es kommen Schuldgefühle, Enttäuschung, Trauer oder auch Unsicherheiten im Alltag an der Seite des Betroffenen auf. Angehörige sind wichtig für den erkrankten Menschen, da sie einen großen Teil seines sozialen Netzwerkes bilden. Gleichzeitig ist es für pflegende Angehörige wichtig darauf zu achten, dass es ihnen selber gut geht.