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Oktopusse am Welt-Frühgeborenentag

Heute ist Welt-Frühgeborenentag! Und normalerweise lädt die von Chefarzt Dr. Marcus Lutz geleitete Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin im MHG (Perinatalzentrum Gelsenkirchen) ehemalige Frühgeborene und ihre Familien aus diesem Anlass zu einem Wiedersehen ein. Doch in diesem Jahr ist alles anders und ein Treffen leider nicht möglich. Dem Team der Neonatologischen Intensivstation, das pro Jahr etwa 50 Neugeborene unter 1.500 Gramm in ihren ersten Lebenstagen und -wochen betreut, ist es wichtig, auf diesen besonderen Tag hinzuweisen. Sie überreichen den Eltern der Babys, die zu früh auf die Welt kamen und zurzeit auf der Station behandelt und begleitet werden, einen lilafarbenen gehäkelten Oktopus. Lila ist die Farbe des Welt-Frühgeborenentages. Mama und Papa können dann entscheiden, ob sie ihrem kleinen Liebling den Oktopus in den Inkubator legen lassen möchten. Liegt der weiche Woll-Gefährte mit seinen langen Tentakeln dann in greifbarer Nähe des Kindes, kann dies eine beruhigende Wirkung entfalten und sich positiv auf Wohlbefinden des Babys auswirken. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Vereins Oktopus für Frühchen häkeln die Tierchen. Der Verein, dessen Kooperationspartner das Marienhospital Gelsenkirchen seit kurzem ist, stellt sie dann den Krankenhäusern zur Verfügung.
Auch die kleine Almira hat heute ihren Oktopus bekommen. Sie wurde in der 28. Schwangerschaftswoche geboren und ist seitdem schon prächtig gewachsen.

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 63.000 Kinder zu früh geboren. Weltweit ist eines von zehn Neugeborenen ein Frühchen. Mit dem Welt-Frühgeborenentag, der seit 2011 unter diesem Namen immer am 17.11. begangen wird, wollen die Initiatoren auf die Belange der Frühgeborenen und ihrer Familien überall auf der Welt aufmerksam machen.