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Neue OP-Technik für den Leistenbruch – schonend, schnell und unkompliziert

Im Sankt Marien-Hospital Buer lernen Spezialisten aus allen Teilen Deutschlands das Verfahren vom Begründer der neuen Methode: Prof. Edouard Pelissier von der Clinique Saint Vincent aus Besancon

 

Der Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie, Dr. Frank Peter Müller, ist ausgewiesener Spezialist für die Behandlung von Leisten-, Nabel- und Bauchwandbrüchen. Auf der Suche nach neuen Verfahren, die den Patienten schonen und eine schnellere Heilung bieten, ist er national und international stets an vorderster Front. Seit 2005 ist  die Allgemein  - und Visceralchirurgie am Sankt Marien-Hospital Buer (MHB) dadurch Hospitationszentrum für diese Erkrankungen. Das heißt, hier werden die neuesten Techniken eingesetzt und Mediziner aus ganz Deutschland lernen an der Buerschen Klinik diese Verfahren kennen.

Oft ist Dr. Müller selbst der Lehr-Operateur.
Am 8. Februar 2006 allerdings stellte Prof. Edouard Pelissier aus Besancon sein Verfahren vor. Die Leiter der anderen nationalen Hospitationszentren aus Berlin, Hamburg, Dortmund und München waren zu Gast.

Das neue an dem Verfahren ist, dass durch einen kleinen Schnitt ein Netz so eingebracht wird, dass der Defekt in der Bauchwand von innen geschlossen wird. Durch diese Technik, die in örtlicher Betäubung und ambulant ausgeführt werden kann, wird der Patient nur gering belastet. Das Ergebnis ist sehr sicher und direkt nach der Operation stabil. Statt einer Heilungsphase von vier bis fünf Wochen veranschlagt Dr. Müller nur noch eine „Schonzeit“ von fünf bis sechs Tagen.

Seit 1999 hat Prof. Edouard Pelissier diese Technik entwickelt. Zuerst im Tierversuch, später am Menschen. Seit ca. anderthalb Jahren ist sie in Frankreich und USA anerkannt. In Deutschland wird sie jetzt eingeführt. Das MHB wird eine der ersten Kliniken in Deutschland sein, die dies ihren Patienten anbieten kann.

Dr. Müller: „ Es ist heute wichtig, mehrere operative  Verfahren beim Leistenbruch zu beherrschen, um eine für den Patienten individuell zugeschnittene OP-Technik anbieten zu können. Es gibt große, kleine sowie erneut auftretende Brüche. Die Patienten haben unterschiedliche Ansprüche und man muss auf den individuellen Hintergrund eingehen, wie z.B. Herzerkrankungen, Unverträglichkeiten oder Voroperationen. Neben vielen anderen fortschrittlichen Verfahren, die wir bei uns praktizieren (z.B. endoskopische Verfahren), werden insbesondere Patienten mit großen Leistenbrüchen von der neuen Technik profitieren. Ich rechne damit, dass wir sie in ca. zwei Monaten fest in unser Angebot aufgenommen haben und unseren Patienten diese Vorteile anbieten können.“


Weiterführende Informationen

Link für Dateidownload folgtDamit der Leistenbruch kein Beinbruch mehr ist (BZ) 
Link für Dateidownload folgtNeue OP-Technik (WAZ) 
Link für Dateidownload folgtNeue Verfahren bei Leistenbrüchen (Stadt Spiegel)