Anästhesiologie

Vor der Operation
Am Tag vor einem operativen Eingriff beurteilt der Anästhesist alle bisher vorgenommenen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen im Hinblick auf die geplante Operation und Narkose und untersucht den Patienten. In einem Aufklärungsgespräch beantwortet er alle offenen Fragen. Bei Patienten mit besonderen Risikofaktoren und behandlungsbedürftigen Begleiterkrankungen leitet der Fachanästhesist Schritte zur Verbesserung des präoperativen Zustandes des Patienten ein, um das Operations- und Narkoserisiko zu senken.

Anästhesiebetreuung während operativer Eingriffe
Um Schmerzen bei operativen Eingriffen und schmerzhaften Untersuchungen auszuschalten, wenden unsere Anästhesisten alle modernen Narkoseverfahren - von der Vollnarkose bis zur Regional- Anästhesie- an. 20 Prozent aller Narkoseverfahren sind Regional-Anästhesien. Neben der Schmerzausschaltung ist der Anästhesist verantwortlich für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen (besonders Atmung und Herz-Kreislauf) und die Schaffung optimaler Voraussetzungen für den operierenden Arzt.

Nach der Operation
Alle Patienten werden im Aufwachraum von geschultem Personal betreut. Dort wird die schon intraoperativ begonnene Schmerztherapie fortgeführt und optimiert. Wenn sie gut ansprechbar, kreislauf- und atemstabil und weitgehend schmerzfrei sind, werden sie zur Station verlegt oder über die ambulante Tagesstation entlassen. Bei schweren Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen OP-Folgezuständen werden sie auf der operativen Intensivstation weiter betreut.

Ambulantes Operieren
Wenn Patienten es wünschen, es wegen der postoperativen Betreuung möglich ist und soweit der operative Eingriff sowie möglicherweise bestehende Begleiterkrankungen es zulassen, können Operationen im Marienhospital auch ambulant durchgeführt werden. Zuvor sollte mit dem Sekretariat der Abteilung Anästhesie und operative Intensivmedizin ein Termin zur Untersuchung vereinbart werden.