Mammographie

Die Öffnet internen Link im aktuellen FensterMammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) gehört neben der Brust-Sonographie zu den wichtigsten bildgebenden Untersuchungsmethoden der Brust, um auffällige Veränderungen des Drüsenkörpers oder der Haut abzuklären. Bei der Mammographie wird die Brust mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. In der Regel werden zwei Aufnahmen gemacht, da bei Aufnahmen in nur einer Ebene ein diagnostischer Verlust von 20% zu erwarten ist.

Eine Aufnahme durchleuchtet dabei die Brust von oben nach unten, die andere seitlich schräg von unten nach oben. Auf diese Weise können Knoten gefunden werden, die nicht tastbar sind. Ebenfalls können durch eine Mammographie Verkalkungen in den Milchgängen der Brust sichtbar werden, die sich sonst nicht nachweisen lassen. Solche Verkalkungen können Hinweise auf Krebsvorstufen sein. Auch gutartige Veränderungen wie Zysten oder Verdichtungen des Drüsenkörpers (Mastopathie) können durch eine Mammografie beurteilt werden.

Eine erfolgreiche Behandlung von Brustkrebs hängt auch wesentlich von der Qualität ab, mit der eine Mammographiediagnostik durchgeführt wird.
Zertifizierte Mammographie-Geräte halten darüber hinaus anspruchsvolle Grenzwerte bei der Strahlenbelastung ein. Die Bilder werden anschließend von zwei Fachärzten unabhängig voneinander ausgewertet. Der Befund wird dabei nach strengen Leitlinien in gängige Klassifikationen eingeordnet.

Die Klassifikation nach BI-RADS:

  • BI-RADS 1: normaler Befund
  • BI-RADS 2: gutartige Veränderung
  • BI-RADS 3: wahrscheinlich gutartige Veränderung, jedoch Kontrolle notwendig
  • BI-RADS 4: auffällige Veränderung, Abklärung notwendig
  • BI-RADS 5: hochgradiger Verdacht auf Bösartigkeit
  • BI-RADS 6: Befund histologisch gesichert

Lässt sich durch die Mammografie nicht eindeutig klären, ob eine Veränderung bösartig ist oder nicht, wird ergänzend eine Sonografie der Brust durchgeführt.