MRT - Kernspin

Die MRT (Magnetresonanztomographie oder auch Kernspin genannt) mit Kontrastmittel ist das sensibelste und feinste Ergänzungsverfahren zur Mammographie. Mit dieser Methode lassen sich alle bösartigen Gewebeveränderungen darstellen. Allerdings verbirgt sich häufig hinter einem scheinbar bösartigen Prozess eine gutartige Veränderung. Deshalb sollte diese Methode erst dann eingesetzt werden, nachdem alle anderen diagnostischen Mittel ausgeschöpft wurden.

Die MRT darf nur in Kombination mit einer Mammographie beurteilt werden. Sie sollte zwischen dem 7. und 14. Zyklustag durchgeführt werden, da ansonsten die Möglichkeit eines falschen Ergebnisses besonders hoch ist.

Eine MRT-Untersuchung der Brust kommt in folgenden Fällen (entsprechend ihrer Häufigkeit) in Frage:

  • Nach einer brusterhaltenden Operation: zur Unterscheidung zwischen einer Narbe und einem Zweittumor
  • Nach einer Prothesenimplantation: zur Abklärung von verdächtigen Befunden oder zur Abklärung von Prothesendefekten
  • Vor einer brusterhaltenden Operation: zum Ausschluss von mehreren Krebsherden in einer Brust, wenn der Brustdrüsenkörper in der Mammographie und Sonographie schwer beurteilbar war
  • Bei auffälligen Lymphknoten: zur Suche nach einem Tumorherd in der Brust, wenn Mammographie und Sonographie keinen Hinweis auf einen Krebsherd ergaben.