Erkrankungen der Venen

gehören zu den häufigsten Erkrankungen unserer Bevölkerung überhaupt.

Krampfadern (Varizen)
Die Venen müssen das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft aus dem Körper zum Herzen zurücktransportieren. Dabei helfen die Venenklappen.
Venen können im Laufe des Lebens „ausleiern“, also zu weit werden, zum Beispiel durch Bindegewebsschwäche, die meist innerhalb der Familie gehäuft vorkommt. Dadurch funktionieren die Venenklappen nicht mehr, und es kommt zu Stauungsbeschwerden, zu angeschwollenen Beinen und zu Krampfadern (Varizen).

Die Funktion der Venenklappen kann schmerzfrei mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung überprüft werden.

Die für Sie optimale Behandlung von Krampfadern  hängt davon ab, welche Venenklappen betroffen sind und ob Sie schon unter Stauungsbeschwerden leiden. Oft genügt schon ein leichter Kompressionsstrumpf. Bei  kosmetisch störenden Besenreisern bieten wir eine Verödungsbehandlung an.

Bei fortgeschrittenem Krampfaderleiden ist meist eine Operation anzuraten. Hier ist die klassische Behandlung das so genannte Stripping, bei der die erkrankte Vene einschließlich der defekten Venenklappe entfernt wird. In der Regel operieren wir in Vollnarkose, auf Wunsch selbstverständlich auch ambulant.
Die moderne Alternative zum Stripping ist die Laserbehandlung der Krampfader, wobei durch die Hitze des Laserstrahls die erkrankte Ader von innen verschweißt wird.

Unabhängig vom gewählten Verfahren sollte nach einer Varizen-Behandlung für etwa vier Wochen eine Kompressionstherapie erfolgen.

Verschluss einer Vene (Thrombose)
Bei einer Thrombose kommt es akut zu einer Verstopfung der Venen durch Gerinnsel, meist im Bein. Das Bein schmerzt und schwillt an. Häufige Ursachen sind langes Sitzen (“Reisethrombose“),  Verletzungen an den Beinen oder Operationen. Auch Schwangere haben ein erhöhtes Risiko.

Auch die Thrombose kann häufig im Ultraschall entdeckt werden. Im Zweifelsfall muss aber eine Kontrastmitteluntersuchung der Venen durchgeführt werden.

Grundsätzlich behandeln wir alle Thrombosepatienten mit gerinnungshemmenden Medikamenten, um ein weiteres Wachstum der Gerinnsel zu verhindern.

Kleine Unterschenkelvenenthrombosen können häufig ambulant mit Kompressionsstrümpfen und Gerinnungshemmern behandelt werden
Wenn die Thrombose erst wenige Tage alt ist, kann eine medikamentöse Auflösung der Gerinnsel versucht werden. Jüngeren Patienten mit frischer Beckenvenenthrombose empfehlen wir eine Operation zur Entfernung der Gerinnsel.

 

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