Leistungsspektrum

Wir sind für Sie da! Das Team der Gefäßchirurgie

Gefäßchirurgie

Mit steigendem Alter nehmen auch die Erkrankungen der Gefäße - dazu gehören die Verschlusskrankheiten (z.B. Verkalkungen), Krampfadern oder Thrombosen - zu. Wir bieten moderne Therapiemöglichkeiten an, wie Schlagaderaufweitungen, das operative Herausschälen der Verkalkungen oder den Ersatz des erkrankten Gefäßes durch einen Bypass bei Verkalkungen der Schlagadern. Im venösen System entfernen oder veröden wir die Krampfadern, lösen Thrombosen auf oder entfernen sie operativ.

Ambulante Eingriffe

Krampfaderoperationen und Dialyseshunt-Operationen sind die gefäßchirurgischen Eingriffe, die wir am häufigsten ambulant durchführen.
Auch ambulanten Operationen in Vollnarkose sind selbstverständlich möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie nach dem Eingriff abgeholt und in der ersten Nacht von Angehörigen betreut werden können. Alleinstehenden Patienten empfehlen wir ambulante Eingriffe nicht. 
Ob es medizinische Gründe gibt, die gegen einen ambulanten Eingriff sprechen, klären wir in einem ambulanten Aufklärungs- und Narkosegespräch gemeinsam mit Ihnen und unsere Narkoseärzten.

Moderne Krampfader-Behandlung mit dem Varizen-Laser

Als eine der ersten Einrichtungen der Region kann die Abteilung für Gefäßchirurgie am Marienhospital Gelsenkirchen ihren Patienten ein neues modernes Verfahren mit Laser zur Behandlung von Krampfadern anbieten.

Dabei wird vom Bein aus ein dünnes Kabel mit einer Laserspitze durch die Vene bis zur Leiste vorgeschoben und unter Ultraschallkontrolle auf Höhe der undichten Venenklappe platziert. Durch Laserlicht erhitzt sich die Spitze und verschweißt die gesamte Vene von innen, indem das Kabel langsam durch die Vene zurückgezogen wird.

Der Vorteil für den Patienten liegt  darin, dass kaum Blutergüsse auftreten und in der Regel kein Leistenschnitt erforderlich ist. Der Eingriff wird in Vollnarkose meist ambulant durchgeführt, Beschwerden nach der Operation treten kaum auf. Das kosmetische und funktionelle Ergebnis ist ausgezeichnet.

Leider übernehmen bislang in Deutschland nur wenige der gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für dieses Verfahren in Höhe von ca. 1.500 Euro.

Zur Erläuterung:
Venenerkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen unserer Bevölkerung überhaupt. Die Venen müssen das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft aus dem Körper zum Herzen zurücktransportieren. Dabei helfen die Venenklappen.

Venen können im Laufe des Lebens „ausleiern“, also zu weit werden, zum Beispiel durch Bindegewebsschwäche, die meist innerhalb der Familie gehäuft vorkommt. Dadurch funktionieren die Venenklappen nicht mehr, und es kommt zu Stauungsbeschwerden, zu angeschwollenen Beinen und zu Krampfadern oder Varizen.

Krampfadern, die operiert werden sollten, gehen meist von der undichten Venenklappe in der Leiste aus und verlaufen an der Innenseite des Beines bis zum Innenknöchel. Die gesamte erweiterte  Vene muss ausgeschaltet werden, um langfristige Stauungsschäden zu verhüten


Bisher wird eine solche Vene mit dem so genannten Stripping-Verfahren aus dem Bein gezogen. Die Langzeitergebnisse der Methode sind vorzüglich, aber es kommt unmittelbar nach der Operation meist zu kräftigen Blutergüssen entlang des Venenverlaufs. Außerdem ist zur Entfernung der undichten Venenklappe ein Schnitt in der Leiste erforderlich.

Bereits 2004 wurden in der Gefäßchirurgie des Marienhospitals weit über 100 Operationen an Krampfadern durchgeführt, davon etwa die Hälfte ambulant. Die Einführung der Laser-Operation bringt nach Auffassung der leitenden Gefäßchirurgin, Oberärztin Dr. Gabriele Kischel-Augart, eine weitere Verbesserung des Komforts für die Patienten. Langfristig werden auch die Krankenkassen die Vorteile der Methode erkennen und entsprechend honorieren.