Patienten-Patinnen und -paten

Die Patienten-Paten kümmern sich um ihre Schützlinge.

Verlässliche Präsenz

Verlässliche Präsenz können die ehrenamtlichen Patienten-Paten leisten, um das Einsamkeitserleben der Patienten zu mildern.

Sie sind für eine/n Patientin/Patienten zuständig, die/den sie während des gesamten Aufenthaltes regelmäßig (ein- bis zweimal/Woche) besuchen. Sie folgen ihm bei einer Verlegung auf eine andere Station und sind auch wieder an ihrer/seiner Seite bei einer etwaigen Neuaufnahme.

Ihre Aufgabe ist es, dem Patienten gekonnt und aktiv zuzuhören, damit dieser in dem regelmäßigen Kontakt sich seiner selbst bewusster und damit handlungskompetenter wird. Konkrete Lösungen eines akuten Problems gehen die Paten nur zusammen mit dem Patienten an, wobei der Patient Herr des Geschehens bleibt.

Die Aufgabe der Paten könnte man als eine Art „Hebammentätigkeit" beschreiben: punktuell wirken sie in der Krankenhaussituation mit, so dass sich der Patient aus sich selbst heraus aktualisieren kann. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Dadurch wird erfahrungsgemäß Einsamkeit gemildert und das Gefühl der Verlorenheit im Krankenhausbetrieb abgemildert..

Als Werkzeug für diese Tätigkeit im Gespräch werden die Paten in das aktive Hören nach der Psychotherapie von C. Rogers eingewiesen. Diese Schulung stellt besondere Ansprüche an die Ehrenamtlichen, die Paten werden möchten. Sie werden hier nicht näher benannt, gelten aber als Kriterium der Auswahl.

In einem professionellen Setting der anderen Dienste des Krankenhauses, muss Seelsorge zumindest dem Ansatz nach mehr sein als persönliche Begabung und guter Wille, um eine gewisse Akzeptanz im therapeutischen Team zu erlangen.

Einmal im Monat treffen sich die Patientenpaten und Koordinatoren zum Erfahrungsaustausch

Jede/r Patin/Pate bestimmt selber wann er/sie ins Haus kommt und in welcher Frequenz (Minimum einmal/Woche) und wieviel Patienten sie/er betreuen möchte.

Über das KIS weist der Leiter der Seelsorge den Paten entsprechende Patienten zu, die sie dann begleiten. Die einzelnen Besuchskontakte werden im KIS dokumentiert, um  bei Wiederaufnahme besser vorbereitet anknüpfen zu können.

Der leitende Seelsorger wählt die Patienten aus der o.g. Gruppe der möglichen Notleidenden aus, indem er einige Kriterien anwendet, hinter denen er eine evtl. Not vermutet. So kann z.B. die Information im KIS , dass die Patientin aus einem Seniorenheim  kommt und keine Angehörigen hat, den Ausschlag geben, dass der Leitende eine Patin zu dieser Patientin schickt.

Wer sich für die Tätigkeit der Patienten-Paten interessiert, meldet sich bitte bei Pastor Flehmig (0209-172-53171; g.flehmig@marienhospital.eu)