Laser-Operationen

Greenlight-Laser

Neue OP-Methode mit Laser-Technik löst Probleme bei gutartiger Prostatavergrößerung sehr schonend

Das Marienhospital Gelsenkirchen bietet als erstes Krankenhaus im Ruhrgebiet die Behandlung der Prostata mit dem Greenlight-Laser an. Seit April 2005 wird in der Abteilung für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie mit der neuen OP-Methode behandelt.

In Deutschland leiden zehn Millionen Männer unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie oder Adenom) und haben Probleme beim Wasserlassen. Die bisher etablierte Operationsmethode - die sogenannte transurethrale Resektion (TURP) - ist zwar sehr wirksam, aber mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Mit einer elektrisch gespeisten Schlinge wird hierbei das störende Gewebe "abgehobelt". Die Nachteile: Blutungen und Störungen des Salzhaushalts durch das Einschwemmen von Spülflüssigkeit in den Kreislauf.

Durch das neue Verfahren wird das störende Gewebe effektiv und schonend entfernt. Mit der Spitze des Greenlight-Lasers wird das überflüssige Gewebe stark erhitzt und verdampft fast blutungsfrei. Schon kurz nach dem Eingriff können die Patienten wieder beschwerdefrei Wasser lassen. Nur für wenige Tage nach dem Eingriff ist etwas Blut im Urin, das Brennen beim Wasserlassen verschwindet mit der Wundheilung. Auf Sexualität und Potenz hat das neue Verfahren keine negativen Auswirkungen.

Die Laser-Behandlung hat weitere Vorteile für die Patienten. Sie können die Klinik nach drei bis vier Tagen verlassen. Bisher mussten sie acht Tage in der Klinik bleiben. Zum Skalpell greifen müssen die Urologen bei der Laser-Behandlung nicht: Der Zugang mit den endoskopischen Operationsgeräten und einer Videokamera zur Prostata erfolgt über die Harnröhre. Die Kamera überträgt Bilder vergrößernd auf einen Monitor, so dass dir Operateur ein sehr übersichtliches Operationsfeld besitzt.

Beim Verdampfen kann kein Gewebe zur histologischen Untersuchung entnommen werden. Daher sollte sicher gestellt sein, das die Prostata-Veränderung gutartig ist, d.h. gegebenenfalls muss zunächst eine Gewebeprobe entnommen werden. Inzwischen wird das zur Zeit
leistungsstärkste Lasergerät (HPS-System) in unserer Klinik eingesetzt.

Die Kosten werden wie bei den bisher etablierten Verfahren von den Krankenkassen übernommen und es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Zum Krankheitsbild: Die gutartige Vergrößerung der Prostata nimmt im höheren Alter zu. Etwa die Hälfte der über 50-jährigen Männer leidet unter dieser Erkrankung und hat Probleme beim Wasserlassen. Auch kann sich Restharn bilden, der den Harntrakt schädigt und zu Infektionen führen kann.