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Schilddrüsenknoten sanft behandeln 

Schilddrüsenknoten treten nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sehr häufig auf. Besonders betroffen sind Personen in Jodmangelgebieten. Hier lassen sich Schilddrüsenknoten bei nahezu jedem Zweiten über 60 Jahre finden. Oft werden sie zufällig bei einer Untersuchung beim Hausarzt diagnostiziert. In über 95 % der Fälle sind Schilddrüsenknoten gutartig und verursachen keine Beschwerden. Nur weniger als 3 % sind wirklich bösartig. Die häufigsten Ursachen für Schilddrüsenveränderungen sind Jodmangel, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen. Eine Veränderung des Hormonhaushaltes ist häufig die Folge.

Schilddrüsenknoten, Funktionsstörungen der Schilddrüse (Über-/Unterfunktionen), lokale Beschwerden (Fremdkörper-/Engegefühle) und der Verdacht auf Bösartigkeit sollten unbedingt behandelt werden.

In Deutschland werden im internationalen Vergleich deutlich mehr Schilddrüsenoperationen (bis zu 90.000 pro Jahr) durchgeführt. Viele Schilddrüsenoperationen könnten durch schonende Maßnahmen, wie beispielsweise der Thermoablation, vermieden werden.

Thermoablation - Minimal-invasive Therapie von Schilddrüsenknoten

Zuerst erfolgt eine Ultraschalluntersuchung des Halses und der Schilddrüse. Deutet der Schilddrüsenknoten auf eine Bösartigkeit hin, wird zusätzlich eine Feinnadelpunktion des Schilddrüsenknotens durchgeführt. Das entnommene Gewebe wird anschließend pathologisch untersucht.


Wie funktioniert die Thermoablation bei Schilddrüsenknoten?

  1. Der Hals wird lokal an der Schilddrüse betäubt. Unter Ultraschallkontrolle wird nun minimal-invasiv („Schlüsselloch-Methode“) eine Sonde in den Schilddrüsenknoten eingebracht. Die Ultraschalluntersuchung ist wichtig, um die Lage des Knotens und die Einstichstelle der Nadel zu kontrollieren.
  2. Nun wird mittels elektrischer Energie die betroffene Stelle im Schilddrüsenlappen erhitzt. Durch diese Erwärmung baut sich der Schilddrüsenknoten in einigen Wochen schrittweise ab. 
  3. Der Patient bleibt während der Sitzung wach und kann mit dem behandelnden Arzt kommunizieren. Auf Wunsch des Patienten kann vorab ein Medikament zur Beruhigung verabreicht werden.

Der Eingriff wird durch einen sehr erfahrenen Schilddrüsenchirurgen durchgeführt, der auf Grund jahrzehntelanger Erfahrung auf mögliche sehr seltene Komplikationen adäquat und umgehend reagieren kann. 

Nach der Behandlung treten leichte Beschwerden, wie z. B. eine Schwellung oder Schmerzen im Hals auf, welche durch ein leichtes Schmerzmittel und Kühlung sehr gut therapierbar sind. 

Eine sichtbare Narbe, wie sie bei einer OP typischerweise vorkommt, wird bei der Thermoablation vermieden.


Vorteile der Thermoablation:

  • keine Vollnarkose

  • keine radioaktiven Substanzen

  • nur max. eine Übernachtung im Krankenhaus

  • keine typischen OP-Narben / gutes kosmetisches Ergebnis 

  • weniger Schmerzen 

  • schnellere körperliche Erholung und Rückkehr in einen normalen Tagesablauf

  • Schonung und Erhaltung des gesunden Schilddrüsengewebes

  • weniger Komplikationen als nach einer klassischen Schilddrüsenoperation 

  • kurze Therapiedauer von wenigen Minuten

  • mehrfach wiederholbar

  • Zysten
  • heißen Knoten (= autonomes Adenom/Überfunktion)
  • Knoten, die zu einer mechanischen Behinderung führen (Fremdkörpergefühl; Schluckstörungen/Engegefühl)
  • Patienten, die nicht OP-fähig sind auf Grund eines zu großen persönlichen Narkoserisikos 
  • Morbus Basedow
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • zahlreichen Knoten in einem Schilddrüsenlappen
  • Verdacht auf Bösartigkeit 

Für diese Fälle finden Sie weitere Informationen unter unserem chirurgisch-endokrinen Zentrum.

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie, Thoraxchirurgie

Prof. Dr. med. Andreas Raffel

Chefarzt
+49 209 172-3701

Priv.-Doz. Dr. med. Markus Krausch

Leitender Oberarzt, Ständiger Vertreter des Chefarztes Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Viszeralchirurgie
+49 209 172-3701

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Prof. Dr. Andreas Raffel

Endokrine Chirurgie

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Prof. Dr. Andreas Raffel

 Endokrine Chirurgie

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