Operatives Spektrum am Endokrinen Zentrum Gelsenkirchen

Schilddrüse

Operationen an der Schilddrüse werden in sämtlichen Schwierigkeitsgraden durchgeführt. 

Hierzu zählen 

  • einseitige Schilddrüsenlappenentfernung
  • vollständige Schilddrüsenentfernung  
  • Wiederholungseingriffe 
  • Operationen bei Schilddrüsentumoren mit gegebenenfalls erforderlicher Lymphknotenentfernung am Hals
  • Metastasenchirurgie (Entfernung von Tumorabsiedlungen in anderen Organen, wie z.B. der Lunge oder der Leber)

 

Die Nutzung modernster Instrumentarien, Lupenbrille für den Operateur und ein intraoperatives Neuromonitoring ermöglichen eine bessere Erkennung und Identifizierung der einzelnen Strukturen im OP-Gebiet. Das Risiko unerwünschter operativer Folgen, wie zum Beispiel einer Stimmstörung oder die Unterfunktion von Nebenschilddrüsen, lassen sich hierdurch sehr deutlich reduzieren.

Die operative Schilddrüsenentfernung wird immer erst nach Darstellung aller vier Nebenschilddrüsenkörperchen und der Stimmbandnerven durchgeführt. Der Neurostimulator wird fortlaufend  zur Kontrolle der Funktion der Stimmbandnerven während der gesamten Operation  genutzt. Diese Vorgehensweise verringert deutlich das Risiko einer Stimmbandnerven- bzw. Stimmstörung. 

Durch die Nutzung von Schnellschnitten kann noch während der laufenden Operation der Pathologe entscheidende Aussagen über die Gutartigkeit bzw. die Bösartigkeit der operativ entfernten Schilddrüse machen. Dies kann schon bereits bei der laufenden Operation zu Therapieentscheidungen führen, um somit eine zweite belastende nachfolgende Operation für den Patienten zu vermeiden.

Mikroskopische Bilder

Schilddrüsenknoten (Institut für Pathologie und Molekularpathologie, Dr. med. G. Schlake, Gelsenkirchen)
papilläres Schilddrüsenkarzinom (Institut für Pathologie und Molekularpathologie, Dr. med. G. Schlake, Gelsenkirchen)