Herzschrittmacher

Wir setzen Ihnen einen Herzschrittmacher ein, wenn das Herz zu langsam schlägt. Die häufigsten Ursachen sind ein Ausfall des Taktgebers (Sinusknoten) oder eine Störung der elektrischen Überleitung von Vor- zu Hauptkammern (AV-Knoten). Oftmals bemerken Sie dies zuvor durch Schwindel, reduzierte Belastbarkeit oder eine kurze Bewusstlosigkeit. Jedoch kann auch ein auffälliger Zufallsbefund im Routine-EKG oder im Langzeit-EKG beim Hausarzt, Kardiologen oder während des Aufenthaltes im Krankenhaus das Einsetzen eines Herzschrittmachers notwendig machen.

Der erste Herzschrittmacher wurde 1958 eingesetzt, und die Entwicklung ist seitdem sehr weit fortgeschritten. Die Schrittmacher sind heute sehr klein und nur noch wenig sichtbar unter der Haut. Alle Schrittmacher, die wir Ihnen neu einsetzen, sind MRT-tauglich, sodass der Schrittmacher einer möglicherweise benötigten MRT-Untersuchung nicht im Wege steht. Die Batterielaufzeit eines Herzschrittmachers beträgt in der Regel ca. 10 Jahre.

Damit Sie den Eingriff schmerzfrei und schlafend erleben, erhalten Sie sowohl eine Lokalbetäubung an der Stelle des Eingriffs als auch eine leichte allgemeine Betäubung (Analgosedierung).

Um für jeden Patienten und jedes Problem die beste Lösung zu finden, verwenden wir Herzschrittmacher von allen auf dem Markt verfügbaren Herstellern. Der Schrittmacher, den Sie erhalten, ist genau auf die Bedürfnisse Ihrer Erkrankung abgestimmt. In der Regel werden hierfür 2 Kabel in Ihr Herz eingebracht. Eines wird in der rechten Vorkammer und eines in der rechten Hauptkammer befestigt. Der Zugang hierzu gelingt über die Vene (sauerstoffarmes Blutsystem) unterhalb des Schlüsselbeins. Unterhalb des Schlüsselbeins wird auch direkt oberhalb des Muskels eine kleine Tasche geschaffen, in welche das Gerät eingesetzt wird. Im Anschluss wird die Wunde kosmetisch schön mit einer speziellen Nahttechnik zugenähtm und der verbliebene Restfaden fällt in der Regel nach 2-3 Wochen ab.

Komplikationen treten sehr selten auf (2-4%), hier am häufigsten ein Bluterguss. In sehr seltenen Fällen kann eine Umpositionierung eines Kabels notwendig sein oder eine etwas längere Überwachung im Krankenhaus erfolgen.

Der Aufenthalt dauert im Normalfall ein bis zwei Nächte. Am Tag vor dem Eingriff werden Sie aufgeklärt, dürfen aber noch zuhause schlafen und kommen erst am Tag des Eingriffs stationär zu uns. Der Eingriff selbst dauert in der Regel 45 – 90 Minuten. Im Anschluss bleiben Sie für ein oder zwei Nächte, je nachdem wie es Ihnen geht. Während dieser Zeit wird noch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erfolgen und ein EKG aufgezeichnet. Bevor Sie nach Hause entlassen werden, erhalten Sie einen Herzschrittmacherausweis und eine Informationsbroschüre mit allen wichtigen Informationen von uns. Dort finden Sie alle Informationen zum Verhalten am Flughafen, in Geschäften oder im Umgang mit Haushaltsgeräten. Abschließende Fragen können im Entlassungsgespräch geklärt werden.

Kabelloser Herzschrittmacher

In bestimmten Fällen kann es notwendig sein, einen Herzschrittmacher ohne Kabel, eine so genannte Kardiokapsel, einzusetzen. Hierbei handelt es sich um den kleinsten Herzschrittmacher der Welt. Diesen Herzschrittmacher bringen wir über die Leiste bis in die rechte Hauptkammer und verankern ihn dort. Auch dieses System ist vollständig MRT-fähig, sodass es weitere Untersuchungen im MRT nicht verhindert.

Den kabellosen Herzschrittmacher verwenden wir bei Patienten, bei denen eine gewöhnliche Implantation erschwert oder nicht möglich ist. Beispiele hierfür sind bestimmte Krebserkrankungen oder Entzündungen. Die Implantation erfordert ein spezielles Training und viel Erfahrung. Unser Team zählt zu den ersten, die diesen speziellen Herzschrittmacher im Ruhrgebiet verwendet haben, und wir konnten viele gute Erfahrungen hiermit machen.

Ereignisrecorder/ Event Recorder

Bei unklaren Bewusstseinsverlusten (Synkopen) oder Anfällen von Herzrasen versuchen wir zunächst, mit mehrfachen Langzeit-EKG-Untersuchungen eine Diagnose zu stellen. Sollten die Ereignisse jedoch mit großen zeitlichen Abständen auftreten, kann das Einsetzen eines Ereignisrecorders erforderlich sein. Dieser überwacht dauerhaft mittels eines EKGs Ihren Herzrhythmus und hilft uns, eine Diagnose zu stellen. 

Eine weitere Indikation stellt ein Schlaganfall ohne erkennbare Ursache dar. Ursache eines solchen Schlaganfalls ohne erkennbar Ursache kann oftmals eine unbemerkte Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern) sein, die zu einer unbemerkten Blutgerinnselbildung und in der Folge zu einem Schlaganfall führt. Ereignisrecorder werden auch eingesetzt, um diese Herzrhythmusstörung zu erkennen und in der Folge eine spezielle medikamentöse Therapie zur Verhinderung eines weiteren Schlaganfalls (Antikoagulation) zu beginnen.

Beim Einsetzen eines Ereignisrecorders wird unmittelbar neben dem Brustbein, ungefähr auf Herzhöhe, eine Lokalbetäubung gesetzt und ein Schnitt von ca. 1 cm gemacht. Dann wird das Gerät, welches deutlich kleiner als ein USB-Stick ist, unter die Haut geschoben. Im Anschluss wird die Wunde gegebenenfalls mit einem Stich genäht oder sogar nur mit einem speziellen Pflaster verschlossen. Der Eingriff dauert in der Regel 5 Minuten.

Der Eingriff erfolgt oftmals am Ende eines stationären Aufenthaltes, in dem mehrfache Untersuchungen keine Diagnose erbracht haben, oder ambulant nach Einweisung durch Ihren Hausarzt, Kardiologen oder Neurologen.

Das Gerät überwacht in der Folge dauerhaft Ihren Herzrhythmus und zeichnet Unregelmäßigkeiten mit einem hochauflösenden EKG automatisch auf. Falls es zu einem erneuten Ereignis wie Herzrasen oder einer Bewusstlosigkeit kommt, können Sie während des Ereignisses oder unmittelbar danach eine zusätzliche Sicherung des EKGs zu diesem Zeitpunkt vornehmen. Dies gelingt über einen kleinen Druckkopf, den wir Ihnen mitgeben, oder bei bestimmten Ereignisrecordern auch über eine Handy App.

Implantierbarer Cardioverter-Defibrillator (ICD)

Einen implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) setzen wir Ihnen ein, wenn Sie an gefährlichen Herzrhythmusstörungen aus den Hauptkammern (ventrikuläre Tachykardien) leiden oder bereits bei Kammerflimmern wiederbelebt werden mussten (plötzlicher Herztod). Auch Patienten mit einer eingeschränkten Pumpkraft des Herzens (Herzschwäche, Herzinsuffizienz benötigen oftmals einen ICD.  Die Herzschwäche macht das Herz anfällig für gefährliche Herzrhythmusstörungen und Sie sollten hiervor von einem ICD geschützt werden.

Der Effekt ist vergleichbar mit der Defibrillation von außen, die Sie bestimmt in zahlreichen Filmen bei Wiederbelebungsmaßnahmen bereits gesehen haben. Im Unterschied hierzu wird durch den ICD die Energie jedoch unmittelbar im Herzen abgegeben. Sie tragen somit jederzeit einen Schutzengel mit sich. Zudem verfügt der ICD über den Großteil der Funktionen eines Herzschrittmachers und verhindert einen zu niedrigen Herzschlag.

Genau wie bei einem Herzschrittmacher erhalten Sie für das Einsetzen des Gerätes eine Lokalbetäubung und leichte allgemeine Betäubung (Analgosedierung). Das Gerät wird wie der Herzschrittmacher unterhalb des Schlüsselbeins eingesetzt. In den meisten Fällen reicht es aus, ein Kabel in der rechten Hauptkammer zu befestigen. Dieses Kabel wird ebenfalls über eine Vene unterhalb des Schlüsselbeins eingebracht. Der Eingriff dauert in der Regel ebenfalls 45 – 90 Minuten. Mögliche Komplikationen sind im Abschnitt „Herzschrittmacher“ nachzulesen.

Da implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren hohe Energie aufwenden können müssen, sind die Geräte spürbar größer als Herzschrittmacher. Die Geräte sind daher manchmal deutlicher unter der Haut erkennbar. Falls Sie sehr schlank sind oder aus kosmetischen Gründen möchten, dass der ICD nur wenig erkennbar ist, können wir diese unterhalb des Muskels einsetzen. Die Batterielaufzeit beträgt im Schnitt sieben Jahre ist damit auch kürzer als die eines Herzschrittmachers.

Wir setzen Geräte von allen verfügbaren Herstellern ein und wählen anhand Ihrer Vorerkrankung und benötigten Funktionen das für Sie beste Gerät aus. Alle von uns neu eingesetzten Geräte sind MRT-fähig.

Der Aufenthalt dauert im Normalfall ein bis zwei Nächte. Am Tag vor dem Eingriff werden Sie aufgeklärt, dürfen aber noch zuhause schlafen und kommen erst am Tag des Eingriffs stationär zu uns. Im Anschluss an den Eingriff bleiben Sie für ein oder zwei Nächte, je nachdem wie es Ihnen geht. Während dieser Zeit wird noch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erfolgen. Bevor Sie nach Hause entlassen werden, erhalten Sie einen Defibrillatorausweis und eine Informationsbroschüre mit allen wichtigen Informationen von uns. Dort finden Sie alle Informationen zum Verhalten am Flughafen, in Geschäften oder im Umgang mit Haushaltsgeräten. Abschließende Fragen können im Entlassungsgespräch geklärt werden.

Besonderheit – subkutaner implantierbarer Cardioverter-Defibrillator (S-ICD)

Eine Besonderheit in unserer Klinik ist die Möglichkeit, einen sogenannten subkutanen Cardioverter-Defibrillator (S-ICD) zu implantieren. Hierbei wird die Elektrode, mit welcher ein Elektroschock abgegeben wird, nicht sichtbar neben dem Brustbein eingebracht. Das Gerät selbst wird in eine Muskeltasche am Übergang zwischen Seitenflanke und Rücken eingebracht. Durch das Einbringen in eine Muskeltasche an dieser Stelle sehen und spüren Sie den S-ICD kaum.

Mögliche Gründe, einen S-ICD gegenüber einem konventionellen ICD zu wählen, können ein hohes Risiko für Entzündungen entlang des gewöhnlichen Defibrillatorkabels sein. Dieses ist zum Beispiel bei einer Nierenerkrankung mit Dialyse-Therapie erhöht. Zudem kann es bei jungen Patienten aus ästhetischen Gründen sinnvoll sein, sich für einen S-ICD zu entscheiden. Sofern ein langsamer Herzschlag wie bei einem Herzschrittmacher zugleich behandelt werden soll, kommt ein S-ICD nicht in Frage.

Der Aufenthalt dauert im Normalfall zwei Nächte. Am Tag vor dem Eingriff werden Sie aufgeklärt, dürfen aber noch zuhause schlafen und kommen erst am Tag des Eingriffs stationär zu uns. Im Anschluss an den Eingriff bleiben Sie für zwei Nächte. Während dieser Zeit wird noch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erfolgen und wir beobachten den Verlauf nach dem Eingriff. Bevor Sie nach Hause entlassen werden, erhalten Sie einen Defibrillatorausweis und eine Informationsbroschüre mit allen wichtigen Informationen von uns. Dort finden Sie alle Informationen zum Verhalten am Flughafen, in Geschäften oder im Umgang mit Haushaltsgeräten. Abschließende Fragen können im Entlassungsgespräch geklärt werden.

Unser Team blickt auf eine jahrelange Erfahrung in dieser speziellen Technologie zurück und hat deutschlandweit viele Kollegen in diesem Eingriff geschult. Die Frage, ob bei Ihnen ein S-ICD in Frage kommt, beantworten wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Spezieller Herzschrittmacher bei Herzschwäche (Kardiale Resynchronisations Therapie = CRT), mit (CRT-D) oder ohne (CRT-P) Defibrillator-Funktion

Die kardiale Resynchronisations Therapie (CRT) ist ein spezieller Herzschrittmacher, der bei Ihnen eingesetzt wird, wenn Sie an einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden und zusätzlich eine Störung der elektrischen Leitung zwischen den beiden Hauptkammern (Schenkelblock) vorliegt. Durch die Leitungsstörung zwischen den Hauptkammern verschlechtert sich die Herzschwäche weiter, da das Herz zusätzlich „schaukelt“ (Dyssynchronie). Das Einsetzen eines CRT-Gerätes ist vergleichbar mit dem Einsetzen eines Herzschrittmachers oder implantierbaren Cardioverter-Defibrillators (ICD). Auch bei diesem Eingriff erhalten Sie eine Lokalbetäubung und leichte allgemeine Betäubung (Analgosedierung). Im Unterschied zum Einsetzten eines Herzschrittmachers oder ICD wird beim Einsetzen eines CRT Gerätes jedoch zusätzlich noch ein elektrisches Kabel (Elektrode) vor die linke Hauptkammer des Herzens eingebracht. Genau wie die Kabel, die in die rechte Vorkammer und rechte Hauptkammer eingebracht werden, wird das zusätzliche Kabel des CRT-Gerätes über die Vene unterhalb des Schlüsselbeins zum Herzen gebracht. Über das venöse Abflusssystem der Herzkranzgefäße wird das zusätzliche Kabel nun vor die linke Hauptkammer eingebracht. Verstopfungen oder Thrombosen der Vene sind hierbei kein Problem. Wenn die linke und rechte Hauptkammer des Herzens gleichzeitig elektrisch erregt werden können, wird die Leitungsstörung ausgeglichen und die Herzschwäche verbessert sich. Diese Verbesserung dauert bis zu 12 Monate an, erst dann kann der abschließende Effekt beurteilt werden.

Es gibt zwei unterschiedliche CRT-Geräte. Die Geräte können in der Lage sein, lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen (Defibrillator-Funktion) zu beenden. Hierbei handelt es sich dann um ein CRT-D Gerät. Sofern das CRT Gerät ausschließlich eine Schrittmacher-Funktion besitzt, spricht man von einem CRT-P. Beide Geräte sind aufgrund der zahlreichen Funktionen größer als Herzschrittmacher oder ICDs. Die Batterielaufzeit beträgt 5 – 7 Jahre.

Das Einsetzen der CRT-Geräte bedarf einer großen Expertise, über die wir verfügen. Das gewissenhafte Auswählen des Zielortes für das Kabel vor der linken Hauptkammer und jahrelange Erfahrung im Einsetzen sind notwendig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Da das Einbringen des Kabels vor die linke Hauptkammer in der Regel etwas länger dauert, rechnen wir mit einer Eingriffszeit von ein bis zwei Stunden. Mögliche Komplikationen sind im Abschnitt „Herzschrittmacher oder ICD“ nachzulesen.

Der Aufenthalt dauert im Normalfall zwei Nächte. Am Tag vor dem Eingriff werden Sie aufgeklärt, dürfen aber noch zuhause schlafen und kommen erst am Tag des Eingriffs stationär zu uns. Im Anschluss an den Eingriff bleiben Sie für zwei Nächte. Während dieser Zeit wird noch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erfolgen und wir beobachten den Verlauf nach dem Eingriff. Zusätzlich erfolgt eine für Sie optimale Einstellung des Gerätes. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten, die Abgabe der Schrittmachertherapie zu optimieren. Falls notwendig, geschieht dies mittels Herzultraschall oder ausführlicher EKG-Dokumentation. Bevor Sie nach Hause entlassen werden, erhalten Sie einen Ausweis für Ihr CRT-Gerät und eine Informationsbroschüre mit allen wichtigen Informationen von uns. Dort finden Sie alle Informationen zum Verhalten am Flughafen, in Geschäften oder im Umgang mit Haushaltsgeräten. Abschließende Fragen können im Entlassungsgespräch geklärt werden.

Einsetzen eines CCM-Herzverstärkers bei Herzschwäche (Kardiale Kontraktilitäts Modulation)

Falls Sie bei einer Herzschwäche nicht für die Therapie mittels CRT in Frage kommen oder Sie bereits ein CRT-Gerät haben und weiterhin an einer Einschränkung durch Ihre Herzschwäche leiden, gibt es die Möglichkeit der CCM-Therapie. Hierbei wird ein spezieller Herzverstärker mit zwei Kabeln in der rechten Hauptkammer eingesetzt. Dort wird ein schmerzloser Stromimpuls abgegeben. Dieser Stromimpuls führt zu einer Verbesserung des Stoffwechsels des Herzmuskels. Diese Verbesserung breitet sich in den folgenden Monaten dann auf das weitere Herz aus und führt in der Regel zu einer Verbesserung Ihrer Luftnot und der Leistung des Herzens. Das Einsetzen des Gerätes erfolgt wie bei einem Herzschrittmacher unter dem Schlüsselbein in lokaler und leichter allgemeiner Betäubung (Analgosedierung). Sofern Sie bereits einen ICD- oder CRT-Gerät im Herzen haben, setzen wir den CCM-Herzverstärker unterhalb des anderen Schlüsselbeins ein. Der Eingriff dauert in der Regel 45 – 90 Minuten. Mögliche Komplikationen sind im Abschnitt „Herzschrittmacher“ nachzulesen. Im Gegensatz zu einem Herzschrittmacher oder ICD ist die Batterie eines CCM-Herzverstärkers wieder aufladbar. Die hierfür benötigten Utensilien erhalten Sie vor Ihrer Entlassung von uns mit, und die Aufladung erfolgt alle paar Tage problemlos durch Sie zuhause.

Der Aufenthalt dauert im Normalfall zwei Nächte. Am Tag vor dem Eingriff werden Sie aufgeklärt, dürfen aber noch zuhause schlafen und kommen erst am Tag des Eingriffs stationär zu uns. Im Anschluss an den Eingriff bleiben Sie für zwei Nächte. Während dieser Zeit wird noch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erfolgen und wir beobachten den Verlauf nach dem Eingriff. Zusätzlich erfolgt eine für Sie optimale Einstellung des Gerätes. Bevor Sie nach Hause entlassen werden, erhalten Sie einen Ausweis für Ihr CCM-Gerät und eine Informationsbroschüre mit allen wichtigen Informationen von uns. Dort finden Sie alle Informationen zum Verhalten am Flughafen, in Geschäften oder im Umgang mit Haushaltsgeräten. Abschließende Fragen können im Entlassungsgespräch geklärt werden.

Besonderheit – His-Bündel-Stimulation und Linksschenkelblock-Stimulation

Um eine möglichst natürliche Weiterleitung der Herzerregung sicherzustellen, besteht die Möglichkeit, bei verschiedenen Störungen spezielle Schrittmachersysteme einzubringen. Diese gleichen die Störungen unmittelbar an der Stelle der Fehlfunktion aus und helfen so, ein hohes Wohlbefinden sicherzustellen. Der Eingriff ist vergleichbar mit dem Einsetzen eines Herzschrittmachers. Genaueres hierzu finden Sie unter dem oben genannten Unterpunkt.

Wir beraten Sie gerne persönlich, ob bei Ihnen diese Verfahren in Frage kommen.

Entfernung von Herzschrittmacher- oder ICD-Systemen

Bei Herzschrittmachern und ICDs handelt es sich um Fremdmaterial, welches sich im Körper befindet und an dem sich leider Entzündungen festsetzen können. Bei bestimmten Vorerkrankungen wie der Nierenschwäche mit Dialyse ist dieses Risiko zum Beispiel höher.

In manchen Fällen findet sich auch ein Verschluss einer Schlüsselbeinvene oder ein Bruch eines Kabels. Alle diese Fälle können es notwendig machen, dass ein Kabel oder das gesamte System entfernt werden muss. Hierfür haben wir ein sehr erfahrenes Team zusammengestellt, welches sich während des Eingriffs um Sie kümmert.

Unser kardiologisches Team befreit mittels modernster Techniken und unter Zuhilfenahme spezieller Werkzeuge jedes Kabel einzeln aus den Venen und dem Herzen. Währenddessen passt der Narkosearzt auf Ihren Kreislauf und Ihre Atmung auf. In der Regel führen wir diese Eingriffe unter Vollnarkose durch, da es wichtig ist, dass Sie entspannt sind. Für den sehr seltenen Fall, dass es zu einer Verletzung einer Vene oder am Herzen kommt, stehen unsere Thorax- und Gefäßchirurgen unmittelbar bereit, diese Komplikation gemeinsam mit uns zu beseitigen. Die genaue Dauer des Eingriffs kann nicht sicher vorhergesagt werden und hängt insbesondere davon ab, wie viele Kabel entfernt werden müssen und wie lange diese bereits im Herzen liegen.

Diese Eingriffe können nur in Kliniken mit viel Erfahrung und einem großen Team von verschiedenen Fachabteilungen durchgeführt werden. Wir verfügen hierüber und können uns so bestmöglich um Sie kümmern.

Batterieerschöpfung Herzschrittmacher, ICD und CRT

Die Laufzeit der Geräte verlängert sich zunehmend. Nach einer gewissen Zeit (Herzschrittmacher ca. 10 Jahre, ICD ca. 7 Jahre und CRT ca. 5 Jahre) ist die Batterie jedoch erschöpft. Wenn dies der Fall ist, wird in einem Eingriff das alte Gerät (Generator) entfernt und ein neues an der gleichen Stelle eingesetzt. Hierbei bleiben die bereits einliegenden Kabel (Elektroden/Sonden) erhalten. Die Kabel sind mittels Schrauben am Gerät befestigt und können so vom alten Gerät gelöst und am neuen Gerät wieder festgeschraubt werden.

Sollten in einer Kontrolle oder während des Eingriffs Auffälligkeiten an den Kabeln festgestellt werden, würde ein neues Kabel eingebracht werden.

Für den Eingriff erhalten Sie eine Lokalbetäubung und eine leichte allgemeine Betäubung (Analgosedierung), sodass Sie keine Schmerzen haben und während des Eingriffs schlafen. Die alte Narbe wird eröffnet, das alte Gerät entfernt und das neue Gerät eingesetzt. Im Anschluss wird die Narbe kosmetisch schön verschlossen und falls notwendig die alte Narbe noch verschönert.

Der Aufenthalt dauert im Normalfall eine Nacht. Am Tag vor dem Eingriff werden Sie aufgeklärt, dürfen aber noch zuhause schlafen und kommen erst am Tag des Eingriffs stationär zu uns. Der Eingriff selbst dauert in der Regel 20 – 30 Minuten. Im Anschluss bleiben Sie für eine Nacht. Bevor Sie nach Hause entlassen werden, wird noch ein EKG geschrieben und Sie erhalten einen neuen Ausweis für das Gerät. Abschließende Fragen können im Entlassungsgespräch geklärt werden.

Ambulante Herzschrittmacher, ICD und CRT Kontrollen

Die erste Kontrolle Ihres neuen Gerätes findet nach 3 Monaten statt. Diese Kontrolle wird in der Regel durch uns durchgeführt. Im Anschluss sollte das Gerät alle 6 Monate kontrolliert werden. Diese Kontrollen können durch den niedergelassenen Kardiologen erfolgen. Sollte Sie keinen niedergelassenen Kardiologen haben oder wünschen ausdrücklich die Kontrollen durch uns, ist dies ebenfalls kein Problem. Wir benötigen hierfür lediglich eine Überweisung durch den Hausarzt (s. Deviceambulanz).

Bei der Kontrolle selbst schreiben wir zunächst ein EKG, prüfen insbesondere bei Schrittmachern und CRT-Geräten die adäquate elektrische Stimulation durch das Gerät und erkennen Auffälligkeiten. Im Anschluss prüfen wir mittels eines Programmiergerätes über eine Radiofrequenzverbindung den Status des Gerätes und prüfen jedes einliegende Kabel (Elektroden/Sonden) sehr genau auf Funktionstüchtigkeit. Falls es sinnvoll ist, erfolgen zudem Optimierungen der Einstellungen des Gerätes. Im Anschluss erhalten Sie einen neuen Ausweis für das Gerät und abschließende Fragen können besprochen werden. Da es im klinischen Alltag manchmal zu Verzögerungen kommen kann, bitten wir Sie, für diesen Termin bis zu einer Stunde einzuplanen.

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